Quelle: Kieler Nachrichten vom 17. November 2006, Seite 16
Gymnasium fit für
die Zukunft
Drei Feiern auf einen Streich: Altenholzer Festakt zum Abschluss der Schulsanierung
und zweier „Geburtstage“
Von Sorka Eixmann
Altenholz – Zu feiern
gab es dreierlei: Nach fünf Jahren Sanierungszeit präsentiert sich
das Altenholzer Gymnasium in neuem Glanz, die Schulgründung liegt 35
Jahre zurück, und die Bibliothek besteht seit zehn Jahren. Gründe
genug, um mit einem Festakt diese Anlässe gebührend zu feiern.
Für einen war die Rechnung ganz einfach: „35 Jahre Schulzeit plus
fünf Jahre Bauzeit plus zehn Jahre Bücherei, das macht für
mich insgesamt sogar 50 Jahre“, gab Oberstudiendirektor Peter Wenners
zum Besten. Das sei für ihn eine Zahl, die man feiern müsse, sagte
Wenners weiter. Und mit dieser Meinung stand er am Mittwoch nicht allein da:
Mehr als 150 Ehemalige, Kollegen und Freunde der Schule waren dabei, als das
Kammerorchester des Gymnasiums unter Leitung von Julia Matthias das Prelude
aus dem Te Deum anstimmte. Damit die Gäste auch gut gelaunt blieben,
hatte es bereits die Rede des Schulleiters in sich. Wenners verglich die fertige
Sanierung mit einem Anti-Aging-Programm, bei dem Fett abgesaut worden sei:
„Wir sind eine Menge Ballast los geworden.“ Auch Vergrößerungen
seien vorgenommen worden: „Damit sind die naturwissenschaftlichen Räume
gemeint.“ Zudem sei ein Facelifting gemacht worden: „Das sieht
man an der Außenhaut und in den Klassenräumen.“ Diese Vergleiche
wurden mit Applaus und viel Gelächter quittiert, sein Fazit ebenfalls:
„Unsere Schule ist wieder jung und schön, quasi reif für die
Ehe.“ Damit sei im Übrigen nicht die geplante Schulträgerschaft
der Gemeinde Altenholz gemeint, denn bislang – auch über die Zeit
der Sanierung – steht der Schule der Kreis Rendsburg-Eckernförde
zur Seite.
In diese Kerbe schlug aber Kreispräsident Lutz Clefsen. „Es steht
einer Gemeinde wie Altenholz gut an, ein solches Gymnasium zu haben. Dieser
Schritt ist auf den Weg gebracht, wahrscheinlich bin ich bei der nächsten
Abifeier nur noch als Gast hier, die Rede hält dann Bürgervorsteher
Volker Clauß als Vertreter der Gemeinde“, fügte er mit einem
Schmunzeln noch hinzu.
850 Schüler, 62 Lehrkräfte und eine breites Angebot inklusive einer
Offenen Ganztagsschule – das Gymnasium Altenholz kann sich sehen lassen.
Nach den umfangreichen Arbeiten, für die sich Peter Wenners ausdrücklich
bei Architekt Jörg Behrmann vom Büro Hochfeldt und Partner bedankte,
machten sich am Mittwoch nach dem Festakt im Forum die Besucher auf eine kleine
Sightseeingtour durch das Gebäude. Dazu hatten sich unter anderem die
Schüler einiges einfallen lassen: In der Bibliothek wurden Leseproben
gegeben, in den Physikräumen wartete eine Lasershow auf die Interessierten,
im Chemieraum war man Zeuge beim Prozess des Silberreinigens. Ein Gymnasium,
nicht nur optisch verjüngt, sondern auch geistig voll auf der Höhe
– ein Grund zum Feiern für das Altenholzer Gymnasium.

Das Gymnasium Altenholz in neuem Glanz: Fünf Jahre lang dauerten die
Sanierungsarbeiten. Foto vr