Fremdsprachenwahl

Frz oder LatZu Beginn der 7. Klasse erlernen die Kinder eine weitere Fremdsprache, an unserer Schule können sie zwischen Französisch und Latein wählen. Im 2. Schulhalbjahr der 6. Klassenstufe organisieren wir für unsere Schüler*innen in beiden Fächern „Schnupperstunden“ und parallel dazu für die Eltern einen „Fremdsprachenelternabend“, bei dem sie über die Fächer Französisch und Latein sowie die Fremdsprachenabfolge an unserer Schule informiert werden. Im Anschluss stehen Ihnen die entsprechenden Lehrkräfte für individuelle Beratungen zur Verfügung. Durch dieses mehrschrittige Verfahren hoffen wir, dass alle unsere Sechstklässler*innen die Fremdsprache finden, die ihnen am meisten liegt und am besten gefällt.

Französisch als zweite Fremdsprache

Französisch als zweite Fremdsprache zu erlernen, ist aus vielen verschiedenen Gründen sinnvoll:

Französisch ist eine lebendige Sprache
Französischkenntnisse beinhalten die Fähigkeit zur schnellen praktischen Anwendung des Gelernten in Alltagssituationen, z.B. beim Schüleraustausch, bei Briefen und E-mail-Freundschaften oder in den Ferien im äußerst facettenreichen Urlaubsland Frankreich – oder auch in anderen französischsprachigen Ländern wie z.B. Kanada, Schweiz, Belgien oder auch Tunesien, Madagaskar, Tahiti u.v.a. Auch im Französischunterricht geht es lebendig zu. Der Schwerpunkt liegt auf der Kommunikation. Spielerisch werden Sprache und Landeskunde mit unserem Lehrbuch „Découvertes“ in Dialogen, Liedern, Comics etc. vermittelt. Mit Léo und seinen Freunden entdecken die Schülerinnen und Schüler das Leben und die Sprache von gleichaltrigen französischen Kindern.
Mit keinem anderen Land wie mit Frankreich gibt es so viele Schul- und Städtepartnerschaften. Auch an unserer Schule existiert ein Schüleraustausch, so dass das Gelernte in französischen Gastfamilien angewendet werden kann.

Französisch ist eine der wichtigsten Weltsprachen
Französisch ist eine der führenden Sprachen in Europa und in der ganzen Welt. Mehr als 180 Millionen Menschen auf allen Kontinenten und in 53 Ländern haben heute Französisch als Muttersprache oder als Zweitsprache.
Frankreich ist neben Deutschland die größte EU-Nation; Französisch ist nach Deutsch die am meisten gesprochene Muttersprache in Europa.

Französisch bietet berufliche Vorteile
Von vielen Arbeitgebern werden heute – neben Englischkenntnissen, die als selbstverständlich gelten - Französischkenntnisse erwartet oder als Zusatzqualifikation angesehen.
Frankreich ist mit Abstand der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Viele französische Unternehmen haben Filialen in Deutschland und andersherum, mehr als 400.000 Arbeitsplätze in Deutschland hängen vom wirtschaftlichen Austausch mit Frankreich ab. Viele Unternehmen suchen daher immer mehr Mitarbeiter mit Französischkenntnissen. Deshalb verstärken Deutschland und Frankreich seit Jahren ihre Kooperation auch im Ausbildungsbereich. Immer mehr integrierte Studiengänge werden geschaffen, die für beide Länder berufsqualifizierende Abschlüsse vermitteln.

Französisch bietet einen Zugang zu einer der interessantesten und einflussreichsten Kulturen der Welt
Seit Beginn der deutsch- französischen Freundschaft nach dem 2. Weltkrieg wurden die deutsch-französischen Beziehungen zum Symbol für das Zusammenwachsen Europas. Französisch war immer schon die Sprache der Diplomatie und der Politik und ist in der EU wie auch in vielen anderen internationalen Organisationen wie z.B. der UNO, der UNESCO, den Olympischen Spielen usw. zur führenden Sprache neben Englisch geworden.
Die französische Lebensart, le Savoir Vivre, ist neben dem Französischen als Sprache der Philosophie, der Literatur und der Künste zu einem wichtigen Bestandteil der gesamten europäischen Kultur geworden. Französischkenntnisse ermöglichen somit den Zugang zu französischen Werken der Weltliteratur, zu französischer Musik, Filmen, der Welt der Mode und nicht zuletzt zur französischen Küche.

Latein als zweite Fremdsprache

Latein als zweite Fremdsprache zu wählen, ist aus den verschiedensten Gründen ebenfalls eine sinnvolle Entscheidung.

Kulturelle Bildung
Die römische Antike ist unsere kulturelle Schatzkammer. Im Lateinunterricht erlernen Kinder mehr als nur die lateinische Sprache. Indem sie sich mit römischer Geschichte, Philosophie, Literatur, antiken Mythen und Ingenieurskunst der Römer befassen, eignen sie sich die Grundlagen des europäischen Kulturerbes an. Dies ermöglicht ein vertieftes Verständnis darüber, woher wir kommen und wer wir sind.

Sprachliche Bildung
Linguam Latinam in schola studere volo. - Voglio studiare il latino a scuola. – Je veux bien apprendre la lingue latine dans l‘école - „Ich will in der Schule Latein lernen.“ Latein ist die Mutter aller romanischen Sprachen und ermöglicht damit einen leichteren Zugang zu den Sprachen Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch. Ebenso begegnen uns in der deutschen Sprache immer wieder Wörter lateinischen Ursprungs, die wir mit Hilfe der lateinischen Vokabel erfassen können.
Die Auseinandersetzung mit unserer eigenen Sprache spielt im Lateinunterricht überhaupt eine wichtige Rolle: Nicht nur Wissen über Strukturen von Sprache, auch Sprachgefühl und Ausdrucksfähigkeit werden durch das möglichst treffende Übersetzen lateinischer Texte in die deutsche Sprache gestärkt.

Studium/Beruf
Das Latinum, welches die Schüler*innen im Rahmen des Lateinunterrichts nebenher erwerben, ist Zugangskriterium für zahlreiche Studiengänge; sein Erwerb während des Studiums gestaltet sich dagegen oft mühsam und zeitaufwändig.
Grundsätzlich vermittelt das Fach zentrale Kompetenzen für Ausbildung, Studium und Beruf. Auch Bereiche, die auf den ersten Blick nichts mit Latein zu tun haben, profitieren von den im Lateinunterricht erworbenen Fähigkeiten. Logisches Denken, Sorgfalt, Gründlichkeit, Ausdauer und Kreativität sind Schlüsselkompetenzen, die man auch als Journalist, Ingenieur oder Programmierer benötigt.

Unterrichtspraxis
Im Lateinunterricht steht das Übersetzen im Zentrum des Unterrichtsgeschehens. Dabei geht es vor allem darum, in den Texten Inhalte wiederzufinden, die uns selbst betreffen. Aber auch das Andersartige, Fremde,
das uns in den Texten begegnet, ist Anlass zur Auseinandersetzung. Die Themen unseres Lehrbuchs „Campus“ wie beispielsweise Leben der Römer in der Stadt und auf dem Land, Verhalten von Menschen im Zusammenhang mit Naturkatastrophen oder griechische Mythen regen zum Nachdenken an und laden zum Diskutieren ein.
Die Unterrichtssprache im Fach Latein ist Deutsch. So eignet es sich auch für Kinder, denen es schwerfällt, in einer modernen Fremdsprache zu kommunizieren.

P.S.: Den Franzosen und den Römer hat übrigens Janne aus der 10 b gemalt - vielen Dank, Janne!